Badische Zeitung vom Mittwoch, 7. November 2007

Werbung für den Chorgesang

Chorgemeinschaft Wyhl sorgte beim Herbstkonzert in der Festhalle für beste Unterhaltung

FOTO: JÜRGEN SCHWEIZER.
Musikalisch und optisch konnte der russische Chor Rosinka beim Herbstkonzert
der Chorgemeinschaft Wyhl überzeugen. Links  die Sopranistin Dorothea Rieger.

Begrüßt wurde das Publikum musikalisch von der Chorgemeinschaft des MGV Wyhl mit "Komm sing ein Lied", frei nach dem Motto der vielen Chöre weltweit: Singen, Singen, Singen.

Vorsitzender Reinhard Lettau begrüßte besonders Bürgermeister Joachim Ruth sowie Pfarrer Thorsten Weil. Durch das Programm führte in charmanter Weise Conny Weismann.

Die Chorgemeinschaft verabschiedete sich mit Thumbalalaika — einem jiddischen Volkslied — vom Publikum. Die Chorgemeinschaft Germania Riegel unter der Leitung von Diana Schmitt bot dem Publikum einen Ausschnitt aus ihrem großen Repertoire. Mit "Wochenend und Sonnenschein" und "Hello Dolly" begeisterten sie die Besucher. Schier aus dem Häuschen waren die Zuschauer bei dem  afrikanischen Gospel "I Paradisi" , als alle kräftig mitklatschten. Zum Abschluss wurde noch das Stück "Lieder sind die besten Freunde" gesungen.

Auch der Liederkranz Wagenstadt verstand es vortrefflich, das Publikum mit seinen Stücken zu begeistern. Mit "Wagenstadt zum Gruß" und "Der Wein vom Badner Ländle" , beide Stücke von Bernhard Enz, stellte sich der Männergesangverein unter der Leitung von Maria Berzon vor.

Anschließend wurde dem Publikum mit "Troikafahrt" und "Zigeunerblut" russische Volksmusik angeboten, wofür es großen Applaus gab. Zum Schluss folgte "Halleluja, sing ein Lied" . Erst nach einer Zugabe konnte der Männergesangverein die Bühne verlassen.

Sicherlich einer der Höhepunkte war der Auftritt der Sopranistin Dorothea Rieger, die mit dem Vilja-Lied aus der Operette "Die lustige Witwe" und "Leise, ganz leise klingt’s durch den Raum" aus der Operette "Ein Walzertraum" das Publikum in die Welt der Operette entführte. Begleitet am Klavier wurde sie von Hermann Heß. Sie erhielt lang anhaltenden Applaus für ihren Auftritt. 

Aus dem vielseitigen Sortiment russischer Gesangskultur

Nach der Pause sorgte der gemischte Chor Procanto Malterdingen unter der Chorleitung von Katharina Roser für einen gelungenen Auftakt. Nach ihrem musikalischen Einmarsch folgte die heitere Interpretation von "Your my sunshine" . Mit "I will sing" wechselte der Chor in eine andere stilistische Richtung — das Gospel. Es war eine Freude, dem Chor zu zuhören, der mit "Wenn ich einmal reich wär" (Solist Christof Maier) und "Akanamandla" , einem Lied aus Afrika, Kostproben seines Könnens boten. Einige Ausschnitte aus dem vielfältigen Sortiment der russischen Gesangskultur wurde von Rosinka geboten. Der russisch-deutsche Chor wurde vor 6 Jahren mit dem Ziel gegründet, einen Klangkörper zu bilden, der russische Gesangstraditionen pflegt. Unter der Chorleitung von Oksana Kharson begeisterten die Sänger das Publikum klanglich und optisch mit dem Volkslied "Ein junger hübscher Bursche" und dem Kosakenlied "Ob ein Abend war" . Weitere Glanzpunkte waren "Birkenrute" , "Wenn die Schneebälle blühn" un eine Reihe weiterer Volkslieder.

Die Gruppe Swipogos aus Riegel machte ihrem Namen alle Ehre, denn der Name setzt sich zusammen aus den Wörten Swing-Pop-Gospel. Sie sorgten mit einer interessanten musikalischen Mischung für außergewöhnliche Unterhaltung. Die Gruppe verstand es vortrefflich, das Publikum mitzureißen.

Chorleiterin Diana Schmitt hatte auch mit "What a wonderful world, "Down by the Riverside" , "Can’t help falling in love" und "Barbara Ann" eine erstklassige Musikwahl getroffen. Mit der Zugabe "Heaven is a wonderfull place" verabschiedete sich die Gruppe unter tosenden Applaus.

Den Schluss des Programms machte die Chorgemeinschaft Wyhl mit der charmanten Ballade "Was kann ich denn dafür" und dem Zulu-Song "Siyahamba" mit Timo Späth an den Bongos.

Als Zugabe gab es noch "Rock my soul" . Gewinnen konnte man an diesem Abend mit etwas Glück bei der reichhaltigen Tombola.

Von unserem Mitarbeiter Jürgen Schweizer